Dogs: Bullets & Carnage

2009 brachte das Produktionsstudio David Production, auch Produzenten des fĂŒr Winter 2011 angesetzten Level E, eine vierteilige OVA zum Prequel des Manga Dogs: Stray Dogs Howling in the Dark heraus. Die eigentliche Mangaserie Dogs: Bullets & Carnage, der noch heute weiterlĂ€uft, wurde noch nicht umgesetzt.


DĂ€monen der Schatten
Es ist schwer ĂŒber eine Story zu schreiben, denn die OVA erzĂ€hlt vier verschiedene, die nur lose miteinander verbunden sind. Die jeweils 10 Minuten langen Ausschnitte erzĂ€hlen kurze Geschichten ĂŒber vier verschiedene Leute, die im Sumpf des Verbrechens agieren.
Der Erste ist Mihai, ein alter Ex-Auftragskiller, der von einer Freundin zurĂŒck in die Stadt gerufen wurde. Denn sein SchĂŒler Ian hat eine Bande ĂŒbernommen, indem er seinen Vater kaltblĂŒtig getötet hat. Sein zerstörerischer Machthunger muss gestoppt werden. Doch was hat sich in der Vergangenheit ereignet?
Die zweite Geschichte dreht sich um Badou, einem eher missglĂŒckten InformationshĂ€ndler. Bisher eher erfolglos, bringt ihn sein erster Erfolg um Kopf und Kragen: er erwischt einen groĂen Boss bei seinem perversen VergnĂŒgen und wird daraufhin von der gesamten Bande gejagt. Er hofft Hilfe bei Mihai zu finden, aber dieser arbeitet nur fĂŒr Geld und sein eigentlicher Partner Heine Rammsteiner ist nicht zu erreichen. Was tun?
Zum dritten lernen wir Nato kennen. Ein junges MĂ€dchen, dass bei dem Mörder ihrer Eltern die Kunst des Schwertes erlernt. Sie trainiert Tag fĂŒr Tag und ertrĂ€gt dabei die sexuellen AnnĂ€herungsversuche ihres MitschĂŒlers Magato. Alles nur um eines Tages an ihrem Meister zu nehmen. Doch eines Tages findet sie diesen blutĂŒberströmt an einer Wand liegen…
Die letzte OVA Episode dreht sich um Badous Kumpel Heine Rammsteiner. Als ruhiger Killer schlĂ€gt er sich gut durchs Leben, wĂ€hrend er gleichzeitig auf der Suche nach etwas ist. Doch eines Tages begegnet er dem MĂ€dchen Nill, dass keine Stimme, dafĂŒr aber EngelsflĂŒgel hat. Ein Ergebnis grausamer Experimente… wie er selbst. Er nimmt das MĂ€dchen in Schutz, aber die HĂ€ndler lassen das nicht auf sich sitzen…


“Alle die etwas wissen, werden sterben”
Wie es sich fĂŒr einen Anime gehört, der in einer Stadt des Verbrechens spielt, sind die Storys blutig und schonen keine Toten. Allerdings erscheint mir die Location trotz der Ereignisse nicht so dĂŒster wie Ruanapur aus Black Lagoon und die Gruppierungen nicht so stark wie in Baccano!. Es mag an der KĂŒrze liegen, aber an AtmosphĂ€re mangelt es, auch weil diese in Badous NĂ€he von seltsamen Humor durchzogen ist. Richtig gute Arbeit leistet die OVA aber bei den Charakteren. Alle vier Hauptcharaktere und auch einige Nebencharaktere wie Nill oder Mimi sind interessant und vor allem Heine hat einiges auf den Kasten.


Fazit
Durch die KĂŒrze des Anime in allen belangen kommen Charaktere und Geschehen sehr kurz und viele stören die recht dĂŒnnen ZusammenhĂ€nge der Folgen. Ich mag die wĂŒrzigen Geschichten, die mir richtig Lust auf die Hauptstory gemacht haben. Man könnte es mit den drei Anfangsfolgen von Soul Eater vergleichen, in denen zuerst die Charaktere fĂŒr sich vorgestellt wurden. FĂŒr sich allein stehend etwas schwach auf der Brust, wenn auch durchaus unterhaltend, wenn man dunkle Geschichten rund um dĂŒstere Schatten der RealitĂ€t und Mafiosi mag und vielleicht Lust hat sich auf den Manga einzustimmen.
Montag, 20 Dezember, 2010 at 21:29
Also ich war von der OVA ziemlich enttÀuscht, was wahrscheinlich damit zusammenhÀngt, dass man den Hardcore Fans meistens mit Adaptionen sowieso nichts recht machen kann.
Aber davon abgesehen fand ich es einfach lieblos gemacht, qualitativ durchschnittlich (teilweise sogar unter dem Durchschnitt) und das Charadesign hĂ€tte man schöner ĂŒbernehmen können. Miwa-sensei hat keinen extrem komplizierten Stil (Shoujo ist da schlimmer und trotzdem sehen die Anime-Designs besser aus, hmmm), den hĂ€tte man also fast problemlos so beibehalten können. Aber nein, lieber die Details runterschrauben und das ganze vollkommen 0815 aussehen lassen.
Ich kann leider keine umfangreiche Kritik dazu geben, weil es viel zu lang her ist, dass ich die OVA gesehen habe. Das einzige Wort was sich mir eingebrannt hat ist “Standart”, und das fand ich bei der tollen Vorlage einfach schade und verschwendetes Potential.
Oh, die verschiedenen Handlungen und Geschichten der Charas scheinen spĂ€ter doch ziemlich zusammenzulaufen, aber man kann sich ja fast denken, dass die altbekannte Wurzel allen Ăbels fĂŒr alle 4 an der selben Stelle zu finden ist, oder zumindest in der selben Richtung liegt.
Montag, 20 Dezember, 2010 at 21:54
Durschnittlich ist bei der Animation gar kein Ausdruck ^^
Jep, ich habe gestern noch mal den Manga gelesen. Diese vier Geschichten sind wirklich nur als Vorgeschichte zu sehen, um die Vergangenheit der Charaktere nĂ€her zu beleuchten. Zumindest was Naoto, Mihai und Heine angeht. Bei Badou fehlt das ja. Die Geschichten der drei erstgenannten sind im Manga selbst nur recht schwach angerissen. Insofern ist die OVA guter ErgĂ€nzungsstoff dazu. Ich gebe dir aber Recht, dass sie allein recht schwach auf der Brust ist. Eine richtige Adaption wĂ€re zu wĂŒnschen.
“dass die altbekannte Wurzel allen Ăbels fĂŒr alle 4 an der selben Stelle zu finden ist, oder zumindest in der selben Richtung liegt.”
Tut sie imo nicht, aber zumindest haben die Ursachen miteinander zu tun – mit Ausnahme von Ian. Aber Mihai ist als alter Knacker eh aus der Liga x)
Die Vorlage hĂ€tte sich im ĂŒbrigen gut daran getan mal die HintergrĂŒnde besser aufzuarbeiten. Die massigen Kampfsszenen werden schnell unĂŒbersichtlich.