Irgendwas am Sonntag #18 – My little Pony cant be that cute


Es ist Sonntag! Also lasst uns heute mal über My little Pony reden! Also eigentlich My little Pony: Friendship is Magic. No Shit. Schon allein weil Twilight Sparkle da oben mich seltsam an Stocking erinnert. Die Ähnlichkeit des Haares schon unheimlich ist und kein Zufall sein kann. (Vor allem weil das Haar von Twilight Sparkle in vorherigen Versionen doch ziemlich anders aussah)

Oktober 2010

Es ist auch schwer zu sagen, dass da einer abgekupfert oder parodiert hätte, denn beide Serien liefen ungefähr zu selben Zeit an. My little Pony: Friendship is Magic (ja, es muss ausgeschrieben werden, weil es sonst wie viele Generationen von Ponyzeugs gab) im Oktober 2010 in Amerika und Panty & Stocking ebenso von Anfang Oktober 2010 an. Gruselig, wie Gainax und Amerikaner die eine Serie über magische Ponys machen auf die selbe Design Idee kommen. Und ich werde dieses schreckliche Gefühl nicht los, dass Stocking sich bei einer möglichen Fortsetzung der Gainax-Serie als Pony entpuppt.

Beginn der Ponyaffinität

Ach ja, ich sollte euch noch schnell einen Grund liefern, warum zur Hölle ich gerade ĂĽber My little Pony schreibe. Also, es begann damit, dass ich kein nutzvolles Thema fĂĽr den Sonntag hatte und in meinem Stammforum eine Folge My little Pony: Friendship ist Magic gepostet. Da mein Interesse durch die Ă„hnlichkeit von Twilight Sparkle mit Stocking geweckt war, habe ich mir tatsächlich diese Folge angesehen und – ihr werdet es schon ahnen – ich empfand sie nicht als schlecht.

Slice of Life im Wunderland

Jetzt versteht mich nicht falsch. Nicht schlecht bedeutet dabei nicht unbedingt “gut”. Wir hatten das Thema mit “gut” und “unterhaltsam” bereits einmal an einem anderen Sonntag. My little Pony: Friendship is Magic ist eine unterhaltsame Slice of Life Serie in ungewöhnlichen Sphären. Statt einer Schule mit ĂĽberaus originellen SchĂĽlerinnen konfrontiert uns diese Serie mit einer bunten Fantasywelt mit Ponys, Magie und Mystik. Das eröffnet natĂĽrlich eine reichhaltigere Vielfalt an Themen die behandelt werden können.

…macht Kinder froh und Erwachsene ebenso

Ein weiterer Unterschied ist, dass wir hier keine Kinder oder pupertäre Jugendliche betrachten, sondern tatsächlich jungen Erwachsenen. Mit Ausnahme der studierenden Twilight Sparkle, gehen die Protagonisten Ponys alle einer regulären, produktiven Arbeit nach. Es gibt auch eine bunte Demographie in Ponyville. Es gibt Ponys, Einhornponys, Pegasusponys und Einhornpegasusponys. Unsere Protagonistin Twilight Sparkle ist auch etwas besonderes. Sie ist zwar von Grund auf nett und freundlich, aber wenn es um die Verteidigung von Logik und Wissenschaft geht, dann wird sie auch gerne mal sarkastisch. Diese Art

Von Geburt an gezeichnet

NatĂĽrlich kann diese Serie ihre Herkunft als amerikanische Merchandiseserie nicht verbergen. Sie wurde wohl nur produziert, um seltsamen Ponys zu bewerben und gleichzeitig aus den schon vorhanden Ponyfans zu profitieren. Demnach sind die Geschehen recht harmlos und keine Folge endet ohne eine Moral. Das ist aber nichts schlechtes, die Serie unterhält fĂĽr sich, greift auch mal auf passende AusdrĂĽcke wie “Pferdeäpfel” zurĂĽck und die Geschichten drehen sich um interessante Sachen wie Rassismus, Gewinnstreben und Ăśberwindung von Stolz. NatĂĽrlich steckt der Titel “Friendship is Magic” auch in jeder Folge drin. Aber well, es ist Slife of Life und der geneigte Animezuschauer ist dergleichen ja bereits gewohnt.

Zielgruppe: Männlich über 18?

Wenn man sich die Statistiken der YouTube Videos mit den einzelnen Folgen anschaut, kann man auch einen Grundtenor in den Zielgruppen erkenne. Er ist erschreckend, aber ihr könnt euch ja mal selbst davon ĂĽberzeugen, wenn ihr euch eines der Videos anseht – die ĂĽbrigens schon einzeln bis zu 100.000 und mehr Aufrufe haben und von denen mehrere gleiche bestehen.
Am liebsten sehen dieses Video:
Geschlecht Alter
Weiblich 13-17
Männlich 18-24
Männlich 25-34

Well, es gibt natĂĽrlich einen Grund dafĂĽr. 4chan. Nach knowyourmeme gab es einen Artikel von Cartoon Brew ĂĽber die Serie, der negativen Anklang hatte. Das brachte /co/ dazu, diesen Artikel zu attackieren und zu veralbern. Dadurch wurde nach der ersten Folge ein reges Interesse geschaffen so dass Folge um Folge mehr Leute auĂźerhalb der eigentlichen Zielgruppe begannen die Serie zu sehen.

/b/ kommt ins Spiel

Es hatte nicht nur Einfluss auf /co/, sondern auch auf /b/. Während /co/ den Fokus vor allem auf Artwork und Animation legte, richtete man in /b/ den Fokus auf die Geschichten und die Charaktere. Die niedliche und kuschlige Natur der Serie traf dort auf den richtigen Nerv. Da Hasbro vor allem Interesse an dem Verkauf des Merchandise hat, sind die Folgen alle ohne Strafe und Einschränkung auf YouTube zu finden. Die Spielefirma hat erkannt, dass es für eine Serie ertragreicher ist, wenn sie nicht überall gesperrt wird. Ob das nun Auswirkungen auf die Verkäufe des Spielzeugs hat, ist mir nicht bekannt. Die Pferde sehen zumindest nach den Googlebildern sowas von nicht aus wie die Ponys in der Serie.

Probiert es doch mal selbst
Jetzt wird es schwer, ich könnte euch die erste Folge anbieten, die ist aber dank massiv viel reingepackter Exposition weniger gut. Aber man wird eben angenehm mit den Charakteren bekannt gemacht. Deshalb biete ich euch mal hier Folge 9, die ich für recht lustig halte und die erste Folge mit Exposition an. Wenn ihr gleich Folge 9 anseht, habt ihr mehr Spaß, aber ihr könntet mit dem Wahnsinn dieser Charaktere überfordert werden.
Ach ja, und in jedem Fall solltet ihr Englisch beherrschen.

Im Ernst Leute, bevor ihr es abwerft, seht euch erst einmal eine Folge oder mehr an. Ärgern euch nicht auch jene Leute, die Anime als Kinderkram und Müll abstempeln, ohne sich je mit der eigentlichen Materie beschäftigt zu haben?
Die Serie wird auf YouTube übrigens auch wunderbar von den Kommentaren gewürzt. Die Anwesenheit von Leuten durch /b/ hinterlässt Spuren.

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch noch.

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