Tokyo Magnitude 8.8

NHK berichtet ĂŒber das Erdbeben
Man hat es lange erwartet, aber der Tag der Katastrophe ist gekommen. Das stĂ€rkste Erdbeben in der Geschichte Japans, je nach Geologischen Institut zwischen 8.4 und 8.9 stark, hat die Nation heimgesucht. Japan ist das Land, dass am besten gegen Erdbeben gerĂŒstet ist. Seit dem groĂen Erdbeben von Kobe 1995, dass mit einer StĂ€rke von 7.2 die Menschen erschĂŒtterte, tausende Menschen tötete, zehntausende verletzte und hundert tausenden die Behausungen nahm, hat man bestĂ€ndig versucht, sich auf solche Situationen vorzubereiten. Technologien zu Voraussagung solcher Erdbeben, EvakuierungsplĂ€ne und Erdbebensichere GebĂ€ude. Dennoch wurde man von diesem Erdbeben vollkommen ĂŒberrascht. Dabei gab es Vorzeichen.
Vorgestern berichtete N24 ĂŒber ein starkes Erdbeben und einen kleinen Tsunami, dass mit 7.3 (also fast die selbe StĂ€rke wie damals Kobe) die Erde erschĂŒtterte. Ein paar GebĂ€ude in Tokio wackelten und man gab kleinere Flutwarnungen aus. Alles in allem wurde aber nicht wirklich jemand verletzt und nichts zerstört. Nach einer kleinen Pause fuhren auch die die ZĂŒge wieder. Wer hĂ€tte ahnen können, dass dies nur ein Vorbeben war?
Das Mobilfunknetz ist im gesamten Land komplett ĂŒberlastet, Kommunikation findet durch Emails und Festnetztelefone statt. Extrem lange Flutwellen dringen in das Land ein und reiĂen gnadenlos alles auf ihrem Weg mit. In einer Provinz gab es einen Erdrutsch, seit dem etliche Menschen vermisst werden. An hundert Stellen im Land sind BrĂ€nde ausgebrochen, unter anderem in der Hauptstadt selbst und auch in einem Atomkraftwerk. Mehrere Kraftwerke wurden heruntergefahren, weswegen auch Teile des Landes nun ohne Strom auskommen. Auf DĂ€chern, umgeben von flieĂenden Wasser sitzen Menschen und warten auf Hilfe. Die offiziellen Opferzahlen steigen weiter. Zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt wird von ĂŒber 300 bis 400 Toten gesprochen. Die Zahl der Verletzte und derer ohne Wohnung dĂŒrfte in astronomischen Höhen liegen.
Die Katastrophe hat nicht nur direkten Einfluss auf die Menschen, sondern auch auf die Wirtschaft. Wie schon bei Kobe sank der Nikkei-Index in kurzer Zeit rapide. Man rechnet schon jetzt mit 50 bis 100 Milliarden Dollar Schaden. Besonders die Versicherer zittern, nachdem sie schon viel Geld fĂŒr das Erdbeben in Neuseeland und die Ăberflutungen und den Wirbelsturm in Australien aufbringen mussten.
Noch jetzt werden KĂŒstenregionen von Nachbeben mit StĂ€rken von 5.4 bis 5.6 erschĂŒttert, Menschen von den Inseln evakuiert, Menschen von DĂ€chern gerettet und versorgt, wĂ€hrend die Wellen weiterwĂŒten und HĂ€user, Autos und Schiff wie Spielzeug mit sich reiĂen. Wann auch immer das stoppen wird – es wird viel Schaden zu beseitigen geben. Spiegel-Online veröffentlichte einige Augenzeugenberichte. Ansonsten scheint unsere gute Miew das Beben gut ĂŒberstanden zu haben. Sie berichtete auf Twitter, dass auĂer ihrer Festplatte nicht viel zu Schaden gekommen sei.
In der DAB bloggten auch cAmou309 von Templaworld, JimmPantsu und noushi ĂŒber die Naturkatastrophe die Japan heimgesucht hat. Krachb00ns berichtet ĂŒber die Verschoben Events und Sendungen im Bezug auf Anime und Manga. Und ich stimme den Worten von OtakuTimes auf Twitter zu:
In diesen schweren Stunden gilt unsere Anteilnahme den betroffenen des schweren Erdbebens in #Japan ^T
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 16:19
Den Betroffenen ist am besten mit warmen Decken, einem sauberen, trockenen und sicheren Platz mit Dach ĂŒber dem Kopf, einer (möglichst warmen) Mahlzeit und Wasser geholfen, nicht damit, dass alle Welt MitgefĂŒhl heuchelt.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 16:25
Dann gibt ihnen doch warme Decken, saubere, trockene und sichere PlĂ€tze mit Dach, warme Mahlzeiten und Wasser wenn du das kannst. Ich kann es zu meinem Bedauern nicht. Mehr als mein MitgefĂŒhl kann ich nicht ausdrĂŒcken, mehr als darauf aufmerksam machen kann ich nicht.
Doch selbst schon das birgt Positives in sich. Die Welt kann Dinge nicht ignorieren, um die sich Leute sorgen. Mehr Aufmerksamkeit bedeutet auch mehr Hilfe.
Und glaub mir, ich wĂŒrde wirklich gerne etwas tun, aber ich bin machtlos in meinem verdammten gemĂŒtlichen Sessel hier im verdammt sicheren Deutschland. Was kann ich tun, was kannst du tun, was können wir alle hier tun? Was auĂer unser Beileid aussprechen können wir?
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 17:19
Genau dies.
Nenn mich herzlos, egoistisch, dumm wie jemand bei noushi, asozial, was auch immer, aber mich schert das wirklich nicht. Ich schĂŒttele also betrĂŒbt den Kopf und kĂŒmmere mich dann um meine eigenen Probleme.
Klar freuen sich die Opfer nicht nur ĂŒber materielle Hilfe, sondern auch ĂŒber die Anteilnahme. Doch fĂŒr die meisten ist die Anteilnahme aus dem Ausland zu abstrakt, um sich darĂŒber wirklich freuen zu können. Und noch mehr freuen sie sich darĂŒber, wenn sie nicht zur Schau gestellt werden. Wenn man sie in Ruhe mit der Situation klarkommen lĂ€sst.
Dumm nur, wir mit unseren “Live-Tickern” wahren alles andere als gebĂŒhrenden Abstand.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 16:26
Hoffen wir darauf, dass sie es schaffen das Atomkraftwerk herunterzukĂŒhlen, ansonsten bricht vielleicht ein zweites Tschernobyl aus.
Baphomet hat schon ganz Recht, natĂŒrlich berichten alle darĂŒber aber wirklich einsetzen tut sich von auĂerhalb wohl niemand. Der Egoismus tönt: “Es ist ja nicht mein Land und so weit weg” das war schon immer so, hoffen wir das beste fĂŒr die Menschen, die jetzt vor dem Nichts stehen.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 16:47
(Neues:)
Inzwischen wurden 62 UNO Katastrophenteams bereit gemacht, sowie 6 Amphibienschiffe aus Amerika mit Marines an Bord.
Oh ja. Man kann nur beten, dass die Kernschmelze vermieden wird.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 16:54
HilfskrĂ€fte sind ja schonmal etwas Gutes, viele stehen vor dem Nichts und wenn dann noch eine Kernschmelze eintreten sollte, wird auch eine groĂe FlĂ€che kontaminiert und unbewohnbar, ganz zu schweigen von den Opfern die es mit sich ziehen wĂŒrde.
Dass ein Erdbeben soetwas im “sichersten” Land anrichten kann, ist erschreckend.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 17:58
Wirklich schrecklich, was sich dort heute ereignet hat.
Leider kann man den Menschen dort nun nur bedingt helfen, allerdings sieht man ja, dass bereits Hilfe unterwegs ist und die mediale UnterstĂŒtzung ist so wieso sicher, was auch eine Menge bringt bzw. nicht unterschĂ€tzt werden darf. (seien es nun Spendenaufrufe oder sonst was)
Was ich auch sehr traurig finde ist, dass einige Kommentare auf div. Seiten absolut unpassend sind.
Jeder darf sein MitgefĂŒhl aussprechen, ob das nun hilft oder nicht, ist etwas ganz anderes, die Anteilnahme an sich, ist schon eine sehr noble Geste und die, die solche Sachen runter ziehen, sollte sich erst mal an die eigene Nase fassen.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 18:08
(Neues:)
Das AKW wurde erstmal gerettet. Die Amerikaner haben die benötigen KĂŒhlmittel rechtzeitig hinbringen können, bevor die alten verbraucht waren.
Danke, ich stimme dir da wirklich zu. Warme Worte sind weniger als Warme Decken, aber immer noch mehr als kalte Schultern.
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 18:09
Kalte Schultern sind immer noch besser als kalter Hohn. *hust*Sankaku*hust*
Achso, und der Titel dieses Artikels… Ob der wohl aus Anteilnahme entstanden ist…
Freitag, 11 MĂ€rz, 2011 at 19:45
Wohl wahr. Sankaku ist wirklich eine Pest.
Nein, er ist aus der Ăberlegung was fĂŒr einen Titel ich nehme entstanden. Er macht genug Sinn fĂŒr diesen meinen Blog. Tokyo Magnitude 8.0 beschrieb genau so ein Szenario, wenngleich mit einem Epizentrum nĂ€her an Tokio. Es beschreibt den Inhalt des Artikels ordentlich, ich sehe darin kein Problem.
Montag, 14 MĂ€rz, 2011 at 16:08
Es ist einfach so furchtbar was sich jetzt aus diesem Erdbeben entwickelt hat.
Ich hoffe wirklich das der Super-GAU ausbleibt und das es keine weiteren Beben und Tsunamis geben wird.
#PrayForJapan
Montag, 14 MĂ€rz, 2011 at 16:17
Keine Angst, der Super-GAU dĂŒrfte nicht mehr möglich sein. Was nicht heiĂt, dass nicht noch etwas passieren kann. Nur weil es kein GAU ist, muss nicht gleich harmlos sein.
Weitere Nachbeben und Tsunamis werden aber nicht so schnell ausbleiben. Das ist echt ein Ereignis, dass die Welt wortwörtlich aus den Angeln geworfen hat.
Montag, 14 MĂ€rz, 2011 at 19:43
Jo. Ich mein das ganze Land wurde um 2,4 einfach mal so verschoben. Und mit den Nachbeben hast du wohlmöglich leider recht. Es wird ja fĂŒr die nĂ€chsten Tage eins mit einer Magnitude 7.0 oder höher erwartet :/
Und nun dreht auch noch der Wind so das dir ganze radioaktive Wolke nach Tokyo wandern knnte. :/
Mittwoch, 16 MĂ€rz, 2011 at 15:16
Das ist einfach schrecklich. Ich habe Angst und versuche im Moment alles ĂŒber Strahlenkrankheit und so zu lernen, damit ich vorbereitet bin.
Mittwoch, 16 MĂ€rz, 2011 at 15:18
Es besteht fĂŒr Menschen auĂerhalb von Japan keine Sorge, fĂŒr uns Deutsche nicht mal im Geringsten. Ich habe bereits gehört, dass GeigerzĂ€hler und IOD-Tabletten momentan an einigen Stellen ausverkauft sind. Aber das sind völlig unnötige Sorgen. Japan liegt quasi am anderen Ende der Welt.