Das Ende Fractales enthält nicht das Ende Fractales

Eine Nachbesprechung der letzten Folge Fractale, da ich euch die noch schuldig bin. Und vor allem mir selbst, da das Ende an sich gar nicht schlecht war, wenn da nicht…
…diese Serie so schlecht daraufhin gearbeitet hätte. Wir haben hier ein schöne Beispiel für eine Serie bei der das Ziel vom Weg madig gemacht wurde. Das Ende an sich war für mich zufriedenstellend, die wichtigen Personen wurden noch mal gezeigt, Phrynessa ist erträglich geworden und Clain hat sein Glück gefunden. Zusätzlich hat mir die Auflösung, dass Lost Millenium es nicht auf Fractale an sich, sondern auf den Tempel abgesehen hat ziemlich gut.
Wir haben gesehen, was passiert, wenn die Menschen auf einmal von Fractale getrennt werden. Diese Zeitspanne is Fractale das nächste mal abstürzt, der Fakt, dass es niemanden mehr gibt, der es wiederbeleben kann, zwingt die Menschen zu Veränderung, während Lost Millenium ihnen zeigt, wie sie handeln können und letztlich auch müssen. Und es ist eben nicht so, dass Phryne sich einfach dem Tempel von Anfang an hätte ergeben können. Es war wichtig, dass der Tempel an seinem schwachsten Punkt, kurz vor der Vernichtung des Fractale-System vernichtet wurde.
Was ich Schade fand, war die Abwesenheit von Clains Vater und die Ungeklärtheit seiner Mutter. Da wäre etwas mehr Information und Material sehr nett gewesen. Außerdem war Diaz etwas zu schnell inszeniert. Ohne Frage fand ich seinen Tod mitsamt seiner seelenverwandten Feindin ein sehr nettes Ende für die beiden. Mögen sie beide gemeinsam als Frezbde durch die Hölle wandern.
Aber genug des Guten. Fractale hat nicht nur einigen unnötigen Mist geliefert, zum Beispiel die gesamte Sache mit Lord Barret und seiner äh “Liebe” und gleichzeitig mächtig Potential für unterhaltsame Geschichten verfeuert, wie eben Clains Vater oder auch der Mann an der Machine. Ich habe die Folge in der falschen Stadt der Reichen genossen, aber sie war viel zu kurz angeschnitten. Der Fakt, dass Fractale von einigen Leuten tatsächlich lebensnotwendig ist, wurde nicht weitergeführt. Oh und vergessen wir nicht den völlig zufälligen Schritt die “erste Phryne” zu zeigen. Das hat sowas von gar keinen Mehrwert gebracht. Außer vielleicht, dass die erste Phryne total verrückt war. Nessa stellt ja den “Geist” da, was gleichbedeutend damit wäre, dass der Stoffhase der Geist der ersten Phryne gewesen wäre. “Edna bricht aus” lässt grüßen.
Von den crappigen Animationen die durch crappige 3D animierte Weltraumschlachten alles andere als aufgewertet wurden, möchte ich gar nicht mehr Anfangen. Letztlich war Fractale ein weiteres Projekt, dass vielversprechend begann und letztlich viel mehr Potential in den Ofen warf, als nutze.
Was mir im übrigen ein Rätsel bleibt, ist ob Nessa und Phryne jetzt verschmolzen sind oder Phyrne einfach mal keine üble Morgenlaune hatte. Ich bin da echt am überlegen.
» Nichijou OVA
Dienstag, 19 April, 2011 at 19:01
“da das Ende an sich gar nicht schlecht war”
:/
Dienstag, 19 April, 2011 at 19:17
So habe ich das mit tl;dr auch nicht gemeint. Etwas mehr darfst du schon schreiben, damit ich es lese.
Mittwoch, 20 April, 2011 at 9:21
Stimmt. So gelacht habe ich zuletzt bei Gosick. Aus genau demselben Grund.
Ich glaube, der Hauptfehler war zu viel Epik. Zu viele Handlungsstränge, die alle die gleiche Aufmerksamkeit beanspruchen wollten, aber der Zeitmangel und die Vorgaben haben das Ganze zunichte gemacht.
“Otherland” z.B. hat vier an die 1000 Seiten dicke Bücher gebraucht und war an keiner Stelle langatmig. Dafür gibt es höchstens hin und wieder die Moralkeule und Stereotypen zu beklagen. Fractale dagegen…
Antiheld Dias: Gut angefangen, unglaubwürdig gelöst. “Oh hai, wir sind seelenverwandt, stirb mit mir”. Bumm.
Held Sunda: Erst Captain Cool, dann dein netter Freund von nebenan, dann ein idealistischer Freiheitskämpfer, dann ein… Irgendwas und schließlich ein lächerlicher Märtyrer. Oh Gott. Und dabei war er derjenige, der das Netzwerk selbst aktiv zerstören wollte. Anfangs.
Clain: Erinnert sich noch jemand an Claymores Raki? Clain hat viel von dem. Dabei ist er noch einer der guten Charaktere hier.
Phryne/Nessa: Da will ich gar nicht erst anfangen. Schon allein die ständigen Charakterwechsel, heute bin ich unnahbar, morgen bin ich ein Emo-Nervenbündel, übermorgen opfere ich meine am Tag zuvor noch nicht vorhandene Liebe auf. Dabei waren ja gute Ansätze da. Übrigens, Karl, Phryne und Nessa sind verschmolzen. Falls du es nicht bemerkt hast: sie verhält sich und spricht wie die Phryne im Video. Plüschhase Nessa war die imaginäre Freundin, die sie sich aus Einsamkeit erschaffen hat.
Und ich habe einst große Stücke auf den Anime gehalten…
Freitag, 22 April, 2011 at 11:31
Dem stimme ich zu. Das fasst die Probleme der Serie auch recht gut zusammen. Man wollte zuviel reinquetschen.
Ich mag Clain nicht besonders und ich mochte Raki nicht. Wenn er das nächste mal in Claymore wieder auftaucht, könnte es jedoch anders sein. Der kurze Blick auf ihn war doch schon recht positiv.
Das war nur ein missglückter Witz. Ich weiß, dass sie fusioniert sind. Der Geist und der Körper eben.
Aber Phryne wirkte immer so, als hätte sie einfach immer schlecht geschlafen.
Irgendwie sieht das lustig aus.
Freitag, 22 April, 2011 at 21:35
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Preisfrage: Wie wird’s unmissverständlich? ;-)
Samstag, 23 April, 2011 at 16:56
Gute Frage. Das Komma zwischen “Übrigens” und Karl wegnehmen oder das Komma danach in ein Semikolion verwandeln. Ich weiß aber nicht, ob das grammatisch ok wäre xD