Animes werden immer blöder
Wenn sicher keiner dazu bekennen will, dann mach ich es halt. Auch wenn meine Thesen natürlich nicht so weit gehen, wie der Titel andeutet. Er ist polemisch und Shino hat den Term benutzt, also habe ich es als guten Aufhänger für einen Artikel befunden. Als denn, auf zum Untergang der Animeindustrie.
Zunächst einmal ist es ganz schlecht davon zur reden, dass Anime schlechter geworden sind. Schlechter in welchem Bezug? Verkaufszahlen? Animation? Liebe? Jede dieser Fragen lässt sich anders oder gar nicht beantworten und im allgemeinen kann man simpel sagen, dass Anime sich schlicht entwickelt hat. Ob uns die Richtung nun gefällt oder nicht, ist ein anderes Lied dass ich jetzt nicht singen mag.
Es ist nicht 2012 , aber ich möchte trotzdem den Untergang der japanischen Animationsindustrie prophezeien. Ja, richtig getippt, ich bin der Kerl der halb sieben früh an eurer Haustür klingelt und schreit: “Anime ist tot! Und wir haben ihn getötet.” Und ihr seid die Typen die mir dann immer keine Spende geben wollen. Wer jetzt diese Aussage auf mein kürzlich entfachtes Interesse an My little Pony: Friendship is Magic zurückführen möchte, der hat absolut recht. Es war tatsächlich die temporärer teilweise Abkehr von Anime, die mir diesen Blick ermöglicht hat.
Wenn nicht schon bei der Überschrift, so ist nun der Punkt gekommen, an dem ihr meinen Text nicht mehr Ernst nehmt. Vielleicht tippt ihr schon an einem bissigen Kommentar, aber vielleicht wartet ihr noch ab, bis ihr meinen Text vollendet habt. Und ich habe durchaus noch Dinge zu sagen, darunter sowas wie Argumente, also Finger weg von der Tastatur und weiterlesen.
Zunächst allerdings kein Argument, sondern eine Erweiterung meiner These. Anime ist nicht tot. Im Gegenteil, man möchte meinen, dass es lebendiger den je ist, die Euphorie um japanische Animation tobt immer noch wild, Blurrays und DVDs werden in Tausenden verkauft und man kann dem Markt auch nicht anhängen, dass er nur Mist produzieren würde. Auch damals bestand nicht jede Season aus einem Hit nach dem anderen. Das Internet ist gefüllt mit Animefans.
Doch Anime ist nicht unsterblich und im Gegensatz zu seiner derzeitigen Lebensfreude Todkrank. Von innen heraus von Krankheiten und Fehlstellungen zerfressen, wurde ihm kein Heilmittel gegeben, stattdessen haben wir es verwöhnt, ob wir nun von den Leiden wussten oder nicht. Jetzt haben wir ein Fettleibiges Ungetüm voller inner Beschwerden vor uns und füttern es noch.
Wenn ich in diesem Zusammenhang von “wir” spreche, dann meine ich nicht zwanghaft mich oder sogar dich, den Leser dieses Artikels, sondern vielmehr das gesamte Spektrum an Animefans. Denn so sehr man auch von sich eingenommen ist, allein hat man recht wenig Auswirkung auf den Markt. Es bedarf schon mehreren Tausendschaften, die man betrachten muss.
Doch was sind die Krankheiten die mir nicht gefallen? Oh es dreht sich nicht so sehr um den Teilweise hohen Ecchigehalt oder Moeserien, was mich beschäftigt. Ich bin nicht gezwungen, diese Serien zu sehen, wenn sie Leuten gefallen, dann bitte. Die bezahlen dafür, ich nicht. Wer nicht wählt, hat nicht über die Wahlergebnisse zu meckern; wer nicht zahlt, hat sich nicht über das Angebot zu beschweren.
Nach 500 Wörtern und acht Absätzen komme ich nun endlich zum Punkt. Das Problem liegt weniger in den Serien selbst, sondern in den Leuten dahinter und den Leuten davor. Fanservice. Fanservice hat den falschen Namen. Es sollte Customerservice heißen. Denn nichts anderes ist das mehr. Die Kunden wollen Pantyshots? Die Kunden bekommen Pantyshots, dann kaufen sie auch mehr. Wir sind glücklich, die sind glücklich, alles palleti. Die Produzenten bieten auf dem Markt etwas an und die Kunden kaufen.
Das ist es und nicht mehr. Jetzt wird der geneigte Leser die Augenbraue hochziehen und sich fragen “Ja, aber das war doch schon immer so und mit Büchern und Filmen ist es auch nicht anders. Und Bücher haben nicht mal Pantyshots.” Richtig. Völlig richtig, geneigter Leser wird aber zugeben müssen, dass sich die Welt entwickelt hat und entwickeln wird. Man denke daran, dass es Fanpost gibt. Filmstars, Autoren und auch Mangaka erhalten Fanpost, die sie beantworten mögen oder auch nicht.
Und jetzt kommt der Clue: Heutzutage muss kein Brief mehr wochenlang durch die Welt wandern, heutzutage gibt es das Internet. Und das ist der Schlüssel zum Ganzen. Fankommunikation auf hoher Ebene ist heute möglich und einfach. Aber wie viel findet da mit den Animestudios statt?
Behaltet die Frage im Kopf und erinnert euch, was Japan besonders stark macht. Nicht nur in der Animeindustrie, sondern in der gesamten Wirtschaft. Richtig, es ist die Strebsamkeit und der pure Arbeitsgeist der Japaner. Eine allgemeine eiserne Disziplin, die wir Deutschen nicht ohne Grund beeindruckend finden. Auch japanische Mangaka sind Arbeitstiere. Der Beruf ist nicht sonderlich gut bezahlt (es sei denn man ist ein Ausnahmetalent und hat wirklich eine alles hinwegfegende Serie geschrieben) und die meisten Mangaka arbeiten wöchentlich. Ach wie traurig wir doch sind, wenn eine Woche mal kein neues Kapitel heraus kommt. Mangaka sind sehr eingespannt und auch die Animationsstudios haben jede Woche zu tun, ihre Episoden fertig zu bekommen. Und danach bleibt keine große Pause, denn die nächste Season steht an. Und dann noch Pressekonferenzen, Familie und Freunde.
Was die Industrie auf der einen Seite sehr stark macht, schwächt sie auf der anderen. Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass Sankaku mal darüber hergezogen ist, dass Kubo über heutige Animemädchen im Fernsehen hergezogen ist. Aber das hörte sich nicht so an, als sähe er besonders oft Fernsehen und Anime. Und von den Studios hört man ja hauptsächlich was in Interviews und Pressekonferenzen. Wo bleibt da der Kontakt zu den Fans?
Sowohl Wakfu als auch My little Pony: Friendship is Magic haben bewiesen, dass es auch anders geht. Bei Wakfu kommunizieren die Produzenten in ihrem Forum mit ihren Fans, auch über mehr als “wir wollen eine Blurray, warum nicht” oder “ihr seid voll kacke, weil ihr eure Episoden nicht pünktlich abliefert”. Das ist zwar französisch, weil es Franzosen sind, aber mehr als ich von japanischen Produzenten gehört habe.
Und natürlich mein kleines Sternchen. My little Pony: Friendship is Magic. Ohne Mist, dass ist die beste Fankommunikation die ich bisher gesehen habe. Nicht nur, dass viele Teile des Teams mit den Fans sprechen, nein, der Channel auf dem die Serie läuft hat ohne Umschweife einen Song erstellen lassen, der den Fans direkt zunickt, “Bronys” erwähnt und für zwei Ponys die Fannamen übernimmt. Bronys sind nicht nur bloße Konsumenten, sie sind Fans die von den Entwicklern gesehen werden.
Die Animefans mögen noch so viele Artworks zeichnen, noch so viele AMV erstellen, noch so viel ihre Liebe teilen, die Studios gehen nicht darauf ein. Die Liebe ist recht einseitig. Im Gegenteil. YouTube Videos mit Openings werden gesperrt, Fans wegen Downloads verklagt, Fanart verboten, Fans gar beschimpft und Beziehungen zu Unternehmen beendet, weil Fans eine Serie sehen, die sie sonst nicht sehen können. Man hat offenbar an vielen Stellen vergessen, was Manga und Anime so groß in der Welt gemacht hat.
Und das kann man auch. Man kommt damit durch, die Fans sind auch glücklich, auch wenn man nicht mit ihnen redet, ihnen Videos wegsperrt, sie verklagt und hohe Preise verlangt. Es funktioniert und wird gekauft. Es gibt keinen Grund zu Änderung. Anime ist tot! Wir haben ihn getötet. Ein dickes, verwöhntes Kind voller Krankheiten und wir füttern es weiter ohne ihm ausreichend Medizin und Schelte zu geben. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser 15 Jahre alte Junge anfängt zu verenden.
Natürlich werden auch My little Pony und Wakfu Anime nicht zum einstürzen bringen. Sie kratzen vielleicht eine Säule irgendwo an, mehr aber auch nicht. Aber sie rufen mir in Erinnerung, dass alles ein Ende hat. Auch die Dominanz der Anime. Vor allem, wenn es weiter darauf behaart für ewig nur seine alten Fragmente zu verbessern und anstatt neue zu erschließen. Zum Schluss noch folgendes: Herzlichen Glückwunsch lieber Leser, du hast einen Text ohne Bilder und Sarkasmus gelesen, man sollte dir in Zeiten wie diesen das eiserne Kreuz verleihen.
Wer noch nie in Betracht gezogen hat, dass Anime jemals untergehen könnte werfe den ersten Stein. Und zwar auf sich selbst.
Donnerstag, 16 Juni, 2011 at 3:54
International gesehn war es wohl eher ein kurzes Aufflammen von Popularität. Ende der 90er bis… keine Ahnung. Ehrlichgesagt fällt es mir schwer, ein Maß für die Popularität von Anime zu finden. Eine Zeit lang kamen mal eine Menge im deutschen TV, aber ansonsten kann man sich dafür wohl nur auf Verkaufszahlen berufen.
Was meinst du mit Fanart würde verboten? Hab ich noch nie gehört.
Vor kurzem mal ein bisschen nach Anime geguckt, und da gab es z.B. einen Appleseed Movie und “Freedom”, was im Stil von Akira gezeichnet war. Zumindest das Cover war gezeichnet… beides stellte sich dann irgendwie als 3D Animation heraus, bah.
Und dabei ist es so schwer mal etwas zu finden das nicht unter die Kategorie Ecchi oder Kulleraugenscheiße fällt. =P
Donnerstag, 16 Juni, 2011 at 19:09
Wie stellst du dir den Untergang des Anime vor? Was passiert, wenn der dicke Junge umkippt?
Was für einen? Ein paar Anhaltspunkte, bitte, damit ich den finden kann. Wird der auch in der Serie vorkommen oder ist das „einfach so mal“?
Donnerstag, 16 Juni, 2011 at 20:08
Njo, das ist sicherlich schwer, aber man muss den Anime und Manga sagen, dass sie in ihrem Bereichen “Animation” und “Sequenzielle Kunst” seit einigen Jahren ungeschlagen sind.
Da wäre zum einen die Präsenz im Internet, eigene Abteilungen in Bücherhandlungen, Conventions und dergleichen. Wie die Entwicklung nun absolut auf den weltweiten Märkten aussieht, weiß ich nicht. Das wäre tatsächlich mal interessant. Aber zumindest Infinite Stratos schien keine Probleme mit dem Vertrieb zu haben.
Nicht direkt verboten. Da habe ich mich etwas hart ausgedrückt, aber für CLAMP ist Fanart unterwünscht, ebenso wie Auszüge aus ihren Werken im Internet, und sei es nur ein Panel.
Tja, dahin hat es sich entwickelt. Das wird gekauft, das wird von den Käufern gewünscht, das wird von den Studios gegeben.
@Seba
“Wie stellst du dir den Untergang des Anime vor? Was passiert, wenn der dicke Junge umkippt?”
Er kippt nicht direkt um. Nein, der dicke Junge bekommt Arthrose und wird dann in ein Krankenbett verfrachtet. Er wird nicht sterben, er wird nur sehr viel weniger aktiv sein und an Bedeutung zugunsten von etwas anderem verlieren. Genauso wie sein Vater vor ihm.
Der Channel heißt theHub. Und das Lied ist folgendes:
Ist eine Parodie von einem Lied Katy Perrys, gesungen von einer Originalsynchronsprecherin und mit Begriffen wie “Brony” und “DJ Pon3″, beides Wörter der Fanszene. Außerdem wissen wir, dass sie für die zweite Staffel einen weiteren Fannamen für ein Pony angenommen haben. Und ja, sie haben sogar ein PMV dazu gemacht.
Sonntag, 19 Juni, 2011 at 9:02
Der Titel ist etwas irreführend. Warum nicht lieber sowas wie “Animeproduzenten werden immer blöder” oder in der Richtung? Das würde den Inhalt viel besser treffen.
Ich kenne mich nicht im der Fankommunikation in Japan aus, aber, ganz ehrlich, die wird es auch geben. Es ist nur nicht so ganz bewusst, weil bespielsweise wir beide nicht Weaboo genug sind, um japanisch zu lernen und uns nicht mit der japanischsprachigen Fanbase auseinandersetzen. Ich glaube es war “Hana to Yume”, dass auf manchen Seitenrändern im Magazin Fanarts von kleinen Mädchen abdruckt. Vielleicht passiert die ganze Kommunikation noch traditionell old-school per Brief und Post.
Was ich wirklich nicht verstehe, ist das Löschen der Youtubevideos. Dass AMVs gelöscht wurden, ist mir nun noch nicht untergekommen, aber als Brotherhoodfan suche ich mich dumm und dusselig, wenn ich mal irgendein OP der Serie sehen möchte. Sony Records (oder wie auch immer das Label heißt) ist in diesen Sachen immer schneller voran, als es einem lieb ist und löscht die Videos vorsorglich. Was keinen Sinn ergibt weil a) weder Brotherhood noch b) die Musik in Deutschland lizenziert ist. Aber schonmal löschen ist ganz wichtig. Dabei sind sich die meisten Firmen/Labels bewusst, dass Youtube zu den besten Werbeflächen zählt.
Fankommunikation mit deutschen Verlagen und dergleichen(außer den Nieschenverlagen wie z.B. Planet Manga) läuft auch ganz gut. Hast du schon einmal die Facebookseite von Universum Anime gesehen? Die antworten auch auf Pinnwandeinträge, sofern es nicht um welche Lizensierungen geht (Wenn fünf verschiedene Leute hintereinanderweg mich fragen, ob ich Madoka lizenziere, würde ich auch nicht antworten.). Carlsen Manga hat Pandora Hearts lizenziert, weil die Fanbase immer wieder darum gebeten hat.
Und als früherer Leser der Sailor Moon Zeitschrift kann ich mich erinnern, dass auch Leserbriefe oder Fanarts abgedruckt wurden. Und das war zur Blütezeit von Sailor Moon vor 14 Jahren.
Vielleicht siehst du alles zu pessimistisch. Aber Fankommunikation bei Friendship ist magic ist wahrscheinlich wirklich besser, wenn das Internet wirklich sehr aufwändig dafür genutz wird (nehme ich mal an). Versteht mich nicht falsch: Mit den Ponys sympathiere ich trotzdem nicht.
Sonntag, 19 Juni, 2011 at 18:58
“Der Titel ist etwas irreführend. Warum nicht lieber sowas wie “Animeproduzenten werden immer blöder” oder in der Richtung? Das würde den Inhalt viel besser treffen.”
Nein, weil der Titel ein direktes Zitat von Shino ist. ich hätte eigentlich einen ganz anderen Titel genommen.
“Ich kenne mich nicht im der Fankommunikation in Japan aus”
Vorweg: Ich auch nicht. Ich weiß, dass Eiichiro Oda früher Fanpost in der FPS beantwortet hat, war immer sehr lustig zu lesen. Aber de facto, haben die Mangaka doch kaum Zeit für sowas. Enger Zeitplan und die meisten haben noch Familie und Hobbys und so.
Aber das ist gar nicht der Punkt der mich dazu bringt zu glauben, dass es allgemein wenig Kommunikation gibt (Ausnahmen bestätigen sicher die Regel). Die jeweiligen Fanszenen würden wohl jedesmal aufschreien, wenn der Mangaka mit den Fans kommuniziert. “Kuba hat das und das gesagt”, “Kishimoto deutete an”, etc. Aber so etwas kommt nur durch Interviews. So ungewöhnlich ist das ja nicht. Auch bei westlicher Unterhaltung funktioniert sowas lausig und man redet mit Leuten die nur entfernt was damit zu tun haben.
“Ich glaube es war “Hana to Yume”, dass auf manchen Seitenrändern im Magazin Fanarts von kleinen Mädchen abdruckt.”
Das lass ich nicht gelten. In den Dragonball Manga gab es hinten auch immer Fanarts von deutschen Fans, Kommunikation fand trotzdem nicht statt. Ich denke nicht, dass die Mangaka Fanart ignorieren, aber alles fließt immer nur in eine Richtung. Die einzige Reaktion auf ein Fanart die ich kenne, war durch einen amerikanischen Zeichner, der nicht nur Bleach und andere Manga ausweidete, sondern auch bei deren Fanarts “Anregungen” holte.
“Dass AMVs gelöscht wurden, ist mir nun noch nicht untergekommen”
Ich gebe zu, da ist meistens die nicht lizenzierte Musik Schuld. Aber eben nicht immer. Es gibt definitiv Openings, die nicht oder nur gespiegelt auf YouTube zu finden sind, weil die Besitzer die nicht oben sehen wollen. Könnten auch die Musiker der Openings sein, aber in jedem Fall ist es bescheuert, weil gerade ein Opening Werbung für sowohl Lied (da es ja nicht mal die volle Version ist), als auch Serie machen kann und sich der Zuschauer die Serie immer noch selbst besorgen müsste.
“Fankommunikation mit deutschen Verlagen und dergleichen läuft auch ganz gut.”
Da kann ich nicht viel Sagen. Ich weiß nur, dass der Kaze Facebook Account ziemlich pissig werden kann.
“Und als früherer Leser der Sailor Moon Zeitschrift kann ich mich erinnern, dass auch Leserbriefe oder Fanarts abgedruckt wurden. ”
Das haben diese Magazine dieser Art so an sich^^
Simpsons Comics, Digimon Comics, sogar die My little Pony Zeitschrift hat sowas. Das sind auch nicht die Leute, die diese Serien gemacht haben, sondern Leute, die die Lizenz haben Zeug um die jeweiligen Serien in Magazinform zu erstellen. Es ist auch keine Fankommunikation, wenn Dr. Sommer in der Bravo Fragen beantwortet.
“Vielleicht siehst du alles zu pessimistisch.”
Vielleicht. Immerhin hat das Superheldengenre auch über fünfzig Jahre überdauert. Dann wieder befinden wir uns in einer schnelllebigen Zeit und wir wissen nicht, wie schnell sich der Wind dreht und etwas frischeres kommt.
Wie ich schon sagte, dauert das noch mindestens länger als ein Jahrzehnt und nur weil es Friendship is Magic richtig macht, heißt es nicht, dass der ganze amerikanische Markt jetzt cool wäre, aber wer das Potential des Internets und der Fankommunikation erkennt und in Zukunft für sich nutzen wird, ist auf jeden Fall auf der richtigen Strecke.
Sonntag, 19 Juni, 2011 at 19:13
Das Urheberrecht ist insbesondere und vor allem bei Musik in Japan rigoros. Unerwünscht heißt unerwünscht und gehört weg.
Und dümpelt überhaupt nicht vor sich hin. Und braucht überhaupt keine Selbstironie, um wieder ansatzweise innovativ zu sein.
Sonntag, 19 Juni, 2011 at 19:10
Nun, tut mir ja leid, wenn dich die Leute verklagen, weil du ihr Copyright brichst, aber wenn du nicht lieb genug zu ihnen bist, dann können sie auch ihrem “Fan” gegenüber ungemütlich werden. Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch zurück. Niemand lässt sich gerne aus Gutmütigkeit gegenüber den Fans beklauen. Nicht einmal deine Pony-Produzenten. Und wenn sie es doch tun, sind sie kein gutes Vorbild.
Und hör mir doch auf, ständig etwas von Kommunikation zwischen Fans und Herstellern zu erzählen, das sind utopische Vorstellungen. Du tust gerade schon als würde die Industrie auf den Durchschnittsjapaner spucken und hast nicht einmal einen Beleg dafür.
Dabei hat es der Otaku doch ganz gut: Er kriegt jede Season dieselben zwanzig Serien und ist dann glücklich damit. Und wer auf eine Nische hört, hat in 9 von 10 Fällen nur Ärger am Hals.
Vielleicht sollte man eine populäre Serie ja auch nicht mit einer ganzen Industrie, die jedes Quartal 30-40 Serien produziert, vergleichen, dann schleudert man auch weniger leere Phrasen raus. Oder man beschäftigt sich auch mit dem Fachgebiet.
Ach…
“Blurrays und DVDs werden in Tausenden verkauft”
super. Und, hast du dich im Voraus auch darüber informiert, wie sich welche Art von Serie verkauft und wo in etwa der Break-Even-Point liegt? So wirkt’s nämlich etwas beliebig. Je nachdem, ob man nun eine Tausend abzieht oder hinzufügt, ergibt sich ein völlig anderes Bild. Das klingt aus deinem Text heraus wie “Ja, such dir doch aus, wie ich es gemeint habe, ich weiß es selbst nicht.”.
“Jetzt haben wir ein Fettleibiges Ungetüm voller inner Beschwerden vor uns und füttern es noch.”
“Wir”? Wer ist “wir”? Die Otakus sehen das bestimmt anders, die schneiden sich von diesem “fettleibigen Ungetüm” gerne die ein oder andere Scheibe ab.
Das Schöne ist an deinem Artikel ja, dass du herumbrüllst und meinst, Anime sei tot. Ja, inwiefern denn? Hast du dafür irgendwelche Belege? Woran mangelt es denn?
Ich kann morgen auch ganz populistisch durch die Straßen ziehen und meinen “Deutschland ist tot. Wir brauchen mehr Liebe.”, ich würde garantiert mehr Anhänger finden. Auf welche Art Deutschland tot ist? lol as if I care.
“Aber das hörte sich nicht so an, als sähe er besonders oft Fernsehen und Anime.”
Kubo schaut keine Anime im Spätnacht-Slot -> Wäääh, der hat ja keinen Kontakt zu seinen Fans!
Mal was zum Nachdenken: Er schrieb, er habe mal in 2 Serien reingeschaut und konnte die Charaktere nicht auseinanderhalten. Wenn man nun mal ein bisschen darüber nachdenkt und das hast du wohl so wenig wie der durchschnittliche Sankaku-Leser, lässt sich daraus schließen, dass er diese Serien zum ersten Mal gesehen hat. Natürlich verliert man da den Überblick und zugegebenermaßen konnte ich die OreImo-Charaktere beim ersten Mal auch nicht auseinanderhalten.
Und dann hat er Shinsengumi gesehen, mit all den Bishounen, die sowieso kein Schwein und erst recht kein Mann auseinanderhalten kann. Was das jetzt mit seinen Fans zu tun hat, kannst du mir gerne mal erläutern.
Ergo: Verfälsche hier keine ohnehin schon neutralfreien Sankaku-Artikel, um damit deine Thesen zu unterstützen. BILD-Boy, ich glaube, ich kenne da eine gute Zeitung für dich, für die du schreiben könntest, Springerpresse würde dir wirklich ganz gut bekommen.
Dienstag, 5 Juli, 2011 at 21:15
Ich wollte nur einwerfen, dass
***Fankommunikation mit deutschen Verlagen und dergleichen(außer den Nieschenverlagen wie z.B. Planet Manga) läuft auch ganz gut.***
Planet Manga durchaus nen guten Kontakt zu Fans hat. Sogar besser als Tokyopop. Siehe dazu einfach ihren Forum.
Donnerstag, 14 Juli, 2011 at 16:13
Falsche Adresse zum Belehren.
Karl stellt mir diesem Beiträg leere Behauptungen auf, kommt aber nicht im Geringsten auf die Idee, sie auch zu widerlegen, siehe meinen Post über dir.
Heck, es würde mich gar nicht einmal wundern, hätte er den Großteil einfach nur erfunden, um Dampf abzulassen. Da dürfte nicht sonderlich viel Nähe zur Materie dahinterstecken.
Dienstag, 26 Juli, 2011 at 15:05
Moooooooin,
ja das Thema ist mitlerweile in aller Munde.
Ich denke das es von vielen Faktoren abhängt. Aber ich glaube an die Kreativität der Mangaka der Zukunft. Ich gehe stark davon aus das nicht alles in Fanservice untergehen wird. Ein gutes Bespiel ist Death Note. Der totale verquerer weg und ein riesen Hit. Solange es solche Mangaka gibt, werde ich weiter Mangas lesen. Auch die Filmmacher wollen ja gute Serien bringen und werden mit der Zeit lernen das es auf mehr ankommt wie auf einen kurzen Blick aufs Höschen. Hoffe ich zumindest xD
Werd mich wohl in nächster Zeit hier wohl öfter mal einnisten, auch mit ein paar Kommentaren. Hab den Blog ja jetzt erst gefunden.
Würd dich auch gern in meine Blogroll addn wenne nichts dagegegn hast.
Magste mich auch hinzufügen? Auf deinem „Deutsche Anime-Blogs (DAB)“?
Finden kannste mich unter http://www.vigitas.wordpress.com
TOP! Mach weiter so !
Gruß Vigi
Sonntag, 22 Januar, 2012 at 18:27
Blöder würde ich nicht direkt sagen, aber oftmals ist es so das sich sehr vieles Wiederholt was man in anderen Anime Serien wieder findet.
Möglicherweise sind die Animationsstudios letzten des nur noch auf den Kommerz und das Geld aus.